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Seminar: 09-74-M8910-1 Antikolonialismus und Antirassismus – ein Lektüreseminar zu W.E.B. Du Bois und weiteren Autor*innen - Details

Seminar: 09-74-M8910-1 Antikolonialismus und Antirassismus – ein Lektüreseminar zu W.E.B. Du Bois und weiteren Autor*innen - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 09-74-M8910-1 Antikolonialismus und Antirassismus – ein Lektüreseminar zu W.E.B. Du Bois und weiteren Autor*innen
Untertitel
Veranstaltungsnummer 09-74-M8910-1
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 25
Heimat-Einrichtung Kulturwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Mittwoch, 03.06.2026 12:00 - 14:00, Ort: SFG 2080
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

SFG 2080
Mittwoch: 12:00 - 14:00, wöchentlich (14x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

In diesem Seminar werden wir uns dem Widerstand nicht nur gegen den Kolonialismus und Rassismus, sondern auch gegen die Versklavung widmen. Bei dieser Reflexion, die sich auf eine longue durée (ab dem 16. Jhdt.) bezieht, werden diese drei sozialen Phänomene und vor allem die Reaktion darauf ins Blickfeld gerückt, die miteinander verknüpft sind und auf die „koloniale Erfahrung“ zurückgehen. Diese Erfahrung sei nach Didier Fassin u.a. für prinzipielle kollektive Gewaltformen ursächlich: Sie habe nämlich eine radikale Beziehung zu Anderen hergestellt, die auf verschiedenste Weise in Texten repräsentiert und in Praktiken übersetzt worden sei, die Massaker, Plünderung und Versklavung erlaubt hätten. Diesem großangelegten Dominanzprojekt der europäischen Nationen, dem von Anfang an Gewalt inhärent war und das mittels Kolonialismus und Versklavung gestartet und später in „neue Formen der kolonialen Herrschaft“ umgestaltet wurde, wollen wir uns auf der Grundlage von ausgewählten theoretischen und sonstigen Textsorten annähern: Im ersten Schritt fragen wir nach Prozessen, Repräsentationen, und Legitimierungsweisen dieser Dominanzbeziehung sowie nach den darin auszumachenden Ambivalenzen. Im zweiten Schritt wenden wir uns den Reaktionen auf bzw. dem Widerstand gegen diese sozialen Phänomene zu und fragen nach Räumen, Zeiten, Weisen und insbesondere nach Akteur*innen dieses Widerstandes
(bestehend aus einzelnen Personen, Personengruppen, Bewegungen sowie Institutionen wie z.B. christlichen afrikanischen Kirchen in Südafrika und Namibia der kolonialen Zeit) – samt den über sie/von ihnen produzierten Schriften bzw. Ideen, Ansätzen und Konzepten. Hierbei wird durchgehend im Blick behalten, wie sich Kolonialismus, Versklavung und Rassismus einerseits und Antiversklavung, Antikolonialismus und Rassismus zueinander verhalten. Thematisieren werden wir auch die Rolle der Deutschen/Deutschlands im Verlauf des zu berücksichtigenden Zeitraums.

Als Lektüremethoden und –strategien bieten sich die Diskursanalyse und die Dekonstruktion sowie die Konzepte der Dekolonisierung, der Intersektionalität an.

Lektüren sowie Näheres zu den Modalitäten des Seminars sowie den zu erbringen Leistungen werden zu Beginn des Seminars besprochen.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.