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Seminar: 09-M52-06-12 Philosophie und Öffentlichkeit. Ein gespanntes Verhältnis - Details

Seminar: 09-M52-06-12 Philosophie und Öffentlichkeit. Ein gespanntes Verhältnis - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 09-M52-06-12 Philosophie und Öffentlichkeit. Ein gespanntes Verhältnis
Untertitel
Veranstaltungsnummer 09-M52-06-12
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 8
Heimat-Einrichtung Philosophie
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Montag, 01.06.2026 12:00 - 14:00, Ort: SFG 1010
Art/Form
Nachhaltigkeitsziel Ja
Englischsprachige Veranstaltung Nein
Veranstaltung für ältere Erwachsene Ja

Räume und Zeiten

SFG 1010
Montag: 12:00 - 14:00, wöchentlich (12x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Philosophie und Öffentlichkeit sind Begriffe, die sich wechselseitig aufeinander beziehen. Philosophie ohne Öffentlichkeit ist stumm und Öffentlichkeit ohne Philosophie bleibt dumm. Beide Sphären verhalten sich zueinander, wie kommunizierende Röhren – eine Veränderung in der anderen hat Auswirkungen auf die eine und umgekehrt.
Auch die Anforderungen in diesem Seminar wirken in beide Richtungen: In dem Modul, dem die Veranstaltung zugeordnet ist, sollen Beiträge von Bremer Philosophinnen und Philosophen in der Öffentlichkeit geplant, durchgeführt und reflektiert werden. Zugleich geht es um das Nachdenken darüber, wie die Öffentlichkeit sich aktuell verändert und welche Folgen diese Änderung für die Philosophie besitzt – sprich: um die Rolle der Intellektuellen.
Die öffentliche Sphäre entsteht mit der bürgerlichen Gesellschaft. Im Übergang vom feudalen System zu säkularen rechtsstaatlichen Verhältnissen etabliert sich ein Vertragsverhältnis, das in der Entwicklung der Warengesellschaft seine ökonomische Seite besitzt. Die Konstitution der bürgerlichen Öffentlichkeit, wie sie die englischen Pragmatiker Locke, Mills und Bentham und auf französischer Seite Rousseau, dem dann in Deutschland Kant nachfolgt, ist eng geknüpft an die Verhältnisse der Demokratie als Herrschaft des Volkes. Da die Demokratie als eine Art Fließgleichgewicht immer wieder neu hergestellt werden muss, bietet sich eine Reflexion auf die Grundverhältnisse der bürgerlichen Gesellschaft an. In den letzten beiden Semestern wurden entsprechende Theorien beispielsweise von J.-P. Sartre und Simone de Beauvoir, Achille Mbembe und Frantz Fanon oder Georg Simmel, Richard Sennett und Eva Illouz in diesem Sinne diskutiert. In diesem Semester soll es um die Grundlagen der Öffentlichkeitstheorie gehen, die aber durch die Kritik der aktuellen Entwicklung im Internet ergänzt werden soll. Anhand praktischer Beispiele sollen die Darstellung und die Möglichkeit öffentlicher Intellektueller diskutiert werden.

Literatur:
Mögliche zu behandelnde Texte sind etwa:
Thomas Hobbes, Leviathan (1651)
John Locke, Two Treatises of Government (1689)
Veith Selk, Demokratiedämmerung (2023)
Francesca Bria, United States of Palantier, Le Monde diplomatique (deutsche Ausgabe) November 2025, S. 1 u.14-15

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.