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Seminar: 08-31-2-M4a-1 Europäische Erinnerung(en) auf der Leinwand: Kino und Gedächtnis - Details

Seminar: 08-31-2-M4a-1 Europäische Erinnerung(en) auf der Leinwand: Kino und Gedächtnis - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 08-31-2-M4a-1 Europäische Erinnerung(en) auf der Leinwand: Kino und Gedächtnis
Untertitel
Veranstaltungsnummer 08-31-2-M4a-1
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 37
maximale Teilnehmendenanzahl 36
Heimat-Einrichtung Integrierte Europastudien
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Montag, 01.06.2026 12:00 - 14:00, Ort: GW2 B2880
Art/Form
Nachhaltigkeitsziel Ja
Englischsprachige Veranstaltung Nein
Anzahl ältere Erwachsene 3
ECTS-Punkte 6

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Das „kurze“ 20. Jahrhundert (1914–1991), in dem der totale Krieg, Völkermorde, totalitäre Diktaturen und die Schrecken der Konzentrationslager zu Instrumenten der politischen Herrschaft wurden, wurde als „Zeitalter der Extreme“ bezeichnet (Eric Hobsbawm). Es war auch das Ende des Zweiten Weltkriegs - und der darauffolgende Ausbruch des Kalten Krieges - der zum Start des heutigen europäischen Projekts führte.

Insbesondere seit den 1990er Jahren ist die Europäische Gemeinschaft zunehmend eine Gemeinschaft der Erinnerung geworden. Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg, den Holocaust, die Verbrechen des stalinistischen Regimes, und andere transnationale Ereignisse des 20. Jahrhunderts sind in der Bildung, der Politik, und der Kultur in europäischen Nationalgesellschaften und auf EU-Ebene von zentraler Bedeutung.

Dieses Seminar bietet eine kritische Einführung in den Begriff des „europäischen Gedächtnisses“ und untersucht, mit besonderem Fokus auf das Medium Film, die Entstehung und Anfechtung nationaler und supranationaler Gedächtnisregime. Teilnehmer:innen werden untersuchen, wie sich audiovisuelle Erinnerung über Grenzen hinweg bewegt und vernetzt, und in welchen Arten und Weisen „Erinnerungsfilme“ (Astrid Erll & Stephanie Wodianka) kollektive Gedächtnisse prägen können.

Das Seminar ist in drei Phasen strukturiert: (1) „Theorie & Kontext“, wobei theoretische und historische Texte gelesen und analysiert werden; (2) „Fallbeispiele“, wobei von dem Dozierenden ausgewählte und vorgestellte Filme analysiert werden; (3) „Projekte“, wobei die Studierenden sich in Projektgruppen (je bis 3 Personen) teilen und selbst ausgewählte Filme analysieren und präsentieren (als unbenotete Studienleistung). Als Prüfungsleistung verfassen alle Teilnehmer:innen individuelle Essays über die selbst ausgewählten Filme.

Die Teilnehmendenanzahl ist auf 36 Personen begrenzt. Studierenden im BA Integrierte Europastudien (Modul IES-M4a) haben Vorrang; Restplätze können an Studierende von anderen BA-Studiengänge und Austauschprogramme verteilt werden.

Lernziele:

Nach erfolgreichem Abschluss des Seminars sollen Teilnehmende die folgenden Lernziele erreicht haben:

- Sie können europäische gesellschaftspolitische Ereignisse und kulturelle Darstellungen im Hinblick auf supranationale und transkulturelle Erinnerungsströme interpretieren.
- Sie können kritisch, vergleichend und mit Bezug zu einer Reihe von einschlägigen theoretischen Konstrukten untersuchen, wie Filme als Erinnerungsmedien gesellschaftliche Prozesse auf nationaler und supranationaler Ebene prägen.
- Sie können den Begriff „europäisches Gedächtnis“ durch eine differenzierte, kulturwissenschaftliche Untersuchung der Ost-West-Gefälle und Spannungen zwischen verschiedenen europäischen Gesellschaften und sozialen Gruppen kritisch analysieren;
- Sie können ein limitiertes und angeleitetes Forschungsprojekt in einem Team von bis zu 3 Personen konzipieren und durchführen und die Ergebnisse in einer prägnanten und kohärenten Präsentation darstellen.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "08-31-2-M4a-1 SoSe 2026: Beschränkte Teilnehmerzahl: "Europäische Erinnerung(en) auf der Leinwand: Kino und Gedächtnis".
Die Teilnehmerzahl ist auf 36 Personen begrenzt. Studierende im BA Integrierte Europastudien (Modul IES-M4a) haben Vorrang; Restplätze können an Studierende von anderen BA-Studiengängen und Austauschprogrammen verteilt werden.
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 36 Personen begrenzt. Studierende im BA Integrierte Europastudien (Modul IES-M4a) haben Vorrang; Restplätze können an Studierende von anderen BA-Studiengängen und Austauschprogrammen verteilt werden.