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Seminar: 08-28-HIS-6.4 Stimmenfang und Meinungsmacht: Wahlen, Wahlkämpfe und öffentliche Meinung in Deutschland und den USA, ca. 1865-1914 - Details

Seminar: 08-28-HIS-6.4 Stimmenfang und Meinungsmacht: Wahlen, Wahlkämpfe und öffentliche Meinung in Deutschland und den USA, ca. 1865-1914 - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 08-28-HIS-6.4 Stimmenfang und Meinungsmacht: Wahlen, Wahlkämpfe und öffentliche Meinung in Deutschland und den USA, ca. 1865-1914
Untertitel
Veranstaltungsnummer 08-28-HIS-6.4
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 32
erwartete Teilnehmendenanzahl 30
Heimat-Einrichtung Geschichte
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 21.05.2026 10:00 - 12:00
Art/Form
Voraussetzungen Die Bereitschaft zur Lektüre vorwiegend englischsprachiger Forschungsliteratur und Quellentexte wird vorausgesetzt.
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

GW2 B2880
Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (12x)
Keine Raumangabe
Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Welchen Zwecken dienten Wahlen im späten neunzehnten Jahrhundert? Wie wurden sie praktiziert und inszeniert? Wie unterschieden sich Wahlpraktiken und Ideen über den korrekten und fairen Ablauf von Wahlen in unterschiedlichen politischen Systemen und Ländern? Was galt als legitime und effektive Form des Stimmenfangs im Wahlkampf? Welche Vorstellungen machten sich Wähler und Gewählte von öffentlicher Meinung und ihrer Bedeutung? Diesen und verwandten Fragen nähert sich das Seminar aus einer kultur- und politikgeschichtlichen Perspektive. Seit kulturgeschichtliche Ansätze verstärkt Einzug in die Politikgeschichte gefunden haben, sind auch demokratische Praktiken und Formen der politischen Kommunikation und Partizipation in den Fokus historischer Forschung gerückt. Historiker:innen fragen zunehmend nicht nur, wer wählte und gewählt wurde oder welche politische Bedeutung ein konkreter Wahlausgang hatte, sondern auch, wie Wahlkämpfe geführt, die öffentliche Meinung beeinflusst, Wahlen durchgeführt und politische Ordnungen legitimiert wurden. Das Seminar greift diese Impulse auf und untersucht mittels Lektüre exemplarischer Forschungstexte Wahlen, Wahlkämpfe und Vorstellungen von öffentlicher Meinung vergleichend in den Vereinigten Staaten und Deutschland im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert. Ausgehend von theoretischen Überlegungen zur kulturgeschichtlichen Politik- und Wahlforschung beschäftigen wir uns vor allem mit den USA nach dem Bürgerkrieg: einer Phase tiefgreifender gesellschaftlicher, ökonomischer, politischer, aber auch medialer Veränderungen. Themen sind unter anderem der Wandel von Wahlkampfkulturen und -praktiken, (Vorwürfe von) Wahlfälschung, Korruption und Wählereinschüchterung, Fragen von Inklusion und Exklusion bestimmter Wähler:innengruppen sowie der Wandel der jeweils vorherrschenden Vorstellungen von öffentlicher Meinung, ihrer politischen Bedeutung und ihrer Beeinflussbarkeit. Das Deutsche Kaiserreich dient uns dabei als Vergleichsfall. Als industrielle Aufsteigernation der zweiten Globalisierung wies es zahlreiche Parallelen zu den USA auf, unterschied sich politisch jedoch durch seine monarchische Verfassung und obrigkeitsstaatliche Ordnung. Der Vergleich soll es uns dabei ermöglichen, spezifische Charakteristika der Kulturen, Praktiken und Ideen von Wahlen, Wahlkämpfen und öffentlicher Meinung in beiden Fällen präzise herauszuarbeiten.
Die Bereitschaft zur Lektüre vorwiegend englischsprachiger Forschungsliteratur und Quellentexte wird vorausgesetzt.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.