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Seminar: 08-26-M10-3 Foucaults Biopolitik - Details

Seminar: 08-26-M10-3 Foucaults Biopolitik - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 08-26-M10-3 Foucaults Biopolitik
Untertitel
Veranstaltungsnummer 08-26-M10-3
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 31
erwartete Teilnehmendenanzahl 30
Heimat-Einrichtung Politik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Montag, 01.06.2026 12:00 - 14:00, Ort: UNICOM 3.0210 Seminarraum 2
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein
Veranstaltung für ältere Erwachsene Ja
Anzahl ältere Erwachsene 3
ECTS-Punkte 3/6

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Der Begriff der Biopolitik ist gerade vor dem Hintergrund zeitgenössischer Entwicklungen kaum mehr aus politischen und theoretischen Debatten wegzudenken. Die Verwendungsweisen des Begriffs sind vielfältig und teilweise auch uneinheitlich: Im Zusammenhang mit Corona-Politiken wird er als Beschreibung der Einwirkung auf die Lebensführung der Bevölkerung beschrieben; im Kontext von Gesundheitspolitiken wird er als Beschreibung für Anreize verwendet, sich gesund zu ernähren, mehr Sport zu treiben und alles zu vermeiden, was die eigene Gesundheit oder das eigene Leben gefährden könnte. Und auch im Kontext von bioethischen Diskursen wird der Begriff immer wieder aufgegriffen.
Im Seminar werden wir uns auf das von Michel Foucault geprägte Konzept der Biopolitik und die damit verbundene Biomacht konzentrieren und fragen, welche Phänomene damit erklärt werden können - und welche vielleicht auch nicht.. Foucault beschreibt damit eine grundlegende Verschiebung der Macht ab dem 18. Jahrhundert: Die Biomacht zielt auf die Regierung, Produktivmachung und Steigerung des Lebens. Statt durch Unterdrückung oder Repression wirkt sie durch Normalisierung, über Sicherheitsdispostive und -technologien. Sie zielt darauf, Leben zu machen und sterben zu lassen. Dass diese Sicherung und Produktivmachung des Lebens aber auch mit einer ausgrenzenden und unmenschlichen Gewalt verbunden ist, verdeutlicht Foucault mit seiner Argumentation zum Staatsrassismus.

Diesen Zusammenhängen werden wir nachgehen, indem wir uns die grundlegenden Texte Foucaults gemeinsam erarbeiten. Daran anschließend werden wir uns mit verschiedenen Kritiken und Weiterentwicklungen des Konzepts - etwa von Donna Haraway, Giorgio Agamben, Roberto Esposito u. a. - beschäftigen.

Literatur zur Vorbereitung/Preparatory Reading:

Folkers, Andreas/Lemke, Thomas (Hg.) (2014), Biopolitik. Ein Reader, Berlin: Suhrkamp.

Pieper, Marianne/Atzert, Thomas/Karakayalı, Serhat/Tsianos, Vassilis (2011), Biopolitik in der Debatte - Konturen eine Analytik der Gegenwart mit und nach der biopolitischen Wende, in: dies. (Hg.): Biopolitik - in der Debatte, Wiesbaden: VS Verlag, S. 7-27.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.