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Seminar: 09-50-M7-2 Islambilder in Deutschland (15. - 21. Jahrhundert) - Details

Seminar: 09-50-M7-2 Islambilder in Deutschland (15. - 21. Jahrhundert) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 09-50-M7-2 Islambilder in Deutschland (15. - 21. Jahrhundert)
Untertitel
Veranstaltungsnummer 09-50-M7-2
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 41
erwartete Teilnehmendenanzahl 30
Heimat-Einrichtung Kulturwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Erster Termin Montag, 13.04.2026 10:00 - 12:00, Ort: SFG 1080
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

SFG 1080
Montag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (12x)

Kommentar/Beschreibung

„Islamfeindlichkeit und antimuslimische Straftaten in den ersten drei Quartalen 2025: Studien über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verweisen auf negative Einstellungen eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung gegenüber Musliminnen und Muslimen“ (Bundestag, Kleine Frage von 10.10.25).
„Muslime in Deutschland: Islam-Studie schlägt Alarm: Jeder fünfte in Deutschland lebende Muslim mit Migrationshintergrund weist eine emotionale Verfassung auf, die Radikalisierung begünstigt“
(bundeswehr-journal vom 1. Juni 2025).
Diese beiden Zitate zu Ergebnissen von zwei verschiedenen Studien weisen darauf hin, wie es um die Wahrnehmung vom Islam und von Muslim*innen in Deutschland steht: Sie sind einerseits nicht wohlgelitten, andererseits gelten sie als Bedrohung für die Sicherheit des Landes; sie scheinen dahingehend eine bedrohliche Alterität oder gar eine „radikale Fremdheit“ darzustellen, der mit negativen Gefühlen, Einstellungen und Haltungen wie Angst, Vorbehalte, Skepsis, Ablehnung, Rassismus, Feindlichkeit und dementsprechende mit Hilfe verschiedener Vorwürfe, Stereotype usw. begegnet wird. In diesem Sinne durchscheint in beiden kurzen Texten die Konstruktion muslimischer Negativ-Identität. Die so vermittelten Erkenntnisse sind allerdings nicht neu. Denn der Islam ist trotz seiner Zuordnung zu den abrahamitischen Religionen, - das lässt seit Jahren aus Medien herausschälen und aus vielen Studien entnehmen -, in Deutschland diejenige Religion, die am meisten auf Ablehnung stößt. Im Rahmen des Seminars „Islambilder in Deutschland (vom 15.-21. Jhdt.)“ wollen wir überprüfen, ob die heute so einhellig als negativ vorherrschende Wahrnehmung vom Islam auch auf den gesamten abgesteckten Zeitraum zutrifft. Im ersten Schritt rücken wir den Islam ins Blickfeld, indem wir uns in großen Zügen mit Geschichte, Glauben und Praxis des Islams befassen; dann wenden wir uns mit Hilfe der Diskursanalyse und der Dekonstruktion (durch die Heranziehung u.a. des Konzepts der Ambivalenz), Islamrepräsentationen in Deutschland im Spiegel ausgewählter Quellen zu Bildern/Karikaturen und Texten. Folgende Leitfragen dienen dabei als Richtschnur: Sind die heutigen Negativbilder des Islams und seiner Anhänger*innen nur
„Manifestationen eines sedimentierten historischen Gedächtnisses“? d.h. lassen sich bei diesen Bildern Kontinuitäten/Konstanten im Wandel der Zeit feststellen, wie und in welchem Ausmaß? Oder tun sich Brüche, Ambivalenzen auf: In bestimmten Zeiträumen, in Schriften einzelner Personen, je nach Diskursen, die in einer Zeit vorherrschen, wie? Gibt es dafür nachvollziehbare Gründe? Spezifische Ziele: a) Den Islam näher kennenlernen; b) Begreifen, dass Islamrepräsentationen in Deutschland im Laufe der langen Geschichte von heterogenen Diskursen geprägt sind; c) sich in den aktuellen Debatten über den Islam besser positionieren können.

Lektüren sowie Näheres zu den Modalitäten des Seminars sowie den zu erbringen Leistungen werden zu Beginn des Seminars besprochen.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.