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Seminar: 09-30-T2-30A Philosophie der Biologie - Details

Seminar: 09-30-T2-30A Philosophie der Biologie - Details

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General information

Course name Seminar: 09-30-T2-30A Philosophie der Biologie
Subtitle
Course number 09-30-T2-30A
Semester WiSe 2025/2026
Current number of participants 39
Home institute Philosophie
Courses type Seminar in category Teaching
Next date Friday, 19.12.2025 14:00 - 16:00, Room: SFG 1040
Type/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein
Veranstaltung für ältere Erwachsene Yes

Rooms and times

SFG 1040
Friday: 14:00 - 16:00, weekly (13x)

Module assignments

Comment/Description

In diesem Seminar wollen wir uns mit den wichtigsten Themen der Philosophie der Biologie be-schäftigen. Dazu gehören vor allem Fragen, inwieweit die Evolution bzw. die Evolutionstheorie unser Leben bestimmt und ob sie helfen, klassische Fragen der Philosophie zu klären. Ausgehend von Dobzhanskys bekannter Aussage, dass nichts in der Biologie Sinn ergäbe außer im Licht der Evolution, wollen wir untersuchen, ob die Evolution auch heute noch als grundlegende Theorie der Biologie angesehen wird und inwieweit sie den Menschen und sein Verhalten bestimmt.
Im Einzelnen wollen wir uns nach einer historischen Einführung zunächst mit der Evolutionstheorie und ihren Trends der letzten Jahre (genetischer Egoismus, Gruppenselektion, Evo-Devo, Epigenetik) beschäftigen. Da die Bedeutung der Genetik und Gentechnik für die Systematik und die Erklärung evolutionärer Vorgänge in den letzten Jahren immer größer geworden ist, spielen diese auch eine wichtige Rolle. U. a. geht es dabei um Fragen, wie sinnvoll es ist, noch von Arten zu sprechen und welche Formen von Abgrenzung es zwischen biologischen Einheiten gibt. Weiterhin beschäftigen wir uns mit der Stellung der Biologie im Kreis der Naturwissenschaften, u. a. mit wissenschaftstheo-retischen Problemen von Reduktion und Emergenz sowie mit der Frage nach allgemeinen Gesetzen in der Biologie. Zudem wird untersucht, welche Rolle Teleologie und Funktionalismus in der Biolo-gie spielen.
Nach diesen eher allgemeinen Fragen beschäftigen wir uns mit der Rolle des Menschen in der Bio-logie und untersuchen, ob die Biologie helfen kann, Probleme der Erkenntnistheorie und der Ethik bzw. Willensfreiheit zu klären. Weiterhin wollen wir uns mit Fragestellungen beschäftigen, die im Wissenschaftsbetrieb der Biologie eine eher geringe Rolle spielen, aber dafür gesellschaftlich durch-aus eine Relevanz haben. Dazu gehört die Beschäftigung mit alternativen Erklärungsansätzen wie Kreationismus, Goetheanismus etc. Weiterhin wollen wir klären, inwiefern Meditation und Neuro-biologie zusammenhängen und ob Nahtoderfahrungen in den Rahmen wissenschaftlicher Erklärun-gen eingebunden werden können. Außerdem wollen wir einen speziellen Blick auf ein Thema werfen, das hohe gesellschaftliche Relevanz hat, dazu natürliche und künstliche Intelligenz vergleichen und nach dem biologischen Status von KI fragen.
Abschließend werden wir untersuchen, inwieweit der Mensch von der Biologie abhängig ist bzw. die Biologie von ihm und welche Rolle die Evolutionstheorie heute noch spielt.

Wir werden zu jeder Sitzung Texte zu den einzelnen Themen zur Verfügung stellen. Spezielle Biolo-giekenntnisse sind keine Voraussetzung, allerdings die Bereitschaft, sich mit den Grundideen der entsprechenden Theorien vertraut zu machen. Studierende der Biologie sind sehr willkommen, auch wenn sie sich bisher noch nicht mit philosophischen Fragen auseinandergesetzt haben.

Allgemeine Literatur:
- Griffiths, P.; J. Odenbaugh (2024): Philosophy of Biology. In The Stanford Encyclopedia of Philos-ophy. https//plato.stanford.edu/archives/win2024/entries/biology-philosophy/
- Godfrey-Smith, P. (2016): Philosophy of Biology. Princeton. Princeton University Press
- Krohs, U.; Toepfer, G. (Hg, 2005): Philosophie der Biologie. Frankfurt/Main. Suhrkamp
- Reydon, T. Philosophie der Biologie. In Lohse, S.; Th. Reydon (Hg, 2017): Grundriss Wissenschafts-philosophie, Hamburg. Meiner, S. 253 – 286

Registration mode

After enrolment, participants will manually be selected.

Potential participants are given additional information before enroling to the course.