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Seminar: 10-GER-MA-B1-02 Begründungserzählungen der Aufklärung - Details

Seminar: 10-GER-MA-B1-02 Begründungserzählungen der Aufklärung - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 10-GER-MA-B1-02 Begründungserzählungen der Aufklärung
Untertitel
Veranstaltungsnummer 10-GER-MA-B1-02
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 7
erwartete Teilnehmendenanzahl 30
Heimat-Einrichtung Germanistik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Mittwoch, 27.05.2026 16:15 - 17:45, Ort: GW2 B1630
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein
Veranstaltung für ältere Erwachsene Ja

Räume und Zeiten

GW2 B1630
Mittwoch: 16:15 - 17:45, wöchentlich (14x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die Suche nach empirisch und rational nachvollziehbaren Begründungen gilt allgemein als wichtiges Kennzeichen aufklärerischen Denkens. Oft ist eine solche Begründung bzw. ein Ursprung etwa in Form eines Naturzustands, aus dem komplexere Zustände abgeleitet, oder über den Einsichten in eine natürlichere, vernünftigere Ordnung erlangt werden können, aber nicht einfach gegeben. Theoretische ebenso wie fiktionale Texte des 18. Jahrhunderts greifen hier auf narrative Strategien und imaginative Ressourcen zurück, mit denen Anfänge und das, was aus ihnen folgt, vorstellbar gemacht werden. Hier setzt das Seminar an und verfolgt dies an verschiedenen Texten, Textsorten und Themenfeldern: kulturtheoretische, sozialphilosophische und (gattungs-)ästhetische Überlegungen (u.a. von J. Locke, J.-J. Rousseau, J.A. Schlegel), literarische Texte wie Robinsonaden oder Idyllen (u.a. J.H. Campe, S. Geßner), Reiseberichte oder Fallgeschichten sowie spätere theoretische Reflexionen. Dabei soll nach den ästhetischen Implikationen dieser Entwürfe gefragt werden (wie verhalten sich hier Modellbildung, Fiktionalität und empirischer Anspruch zueinander, welche narrativen Strategien kommen zum Einsatz usw.?), des Weiteren nach den Gemeinsamkeiten der z.T. sehr unterschiedlichen Entwürfe (in welchem Verhältnis stehen z.B. Robinsonaden, zumal als Teil der entstehenden pädagogischen Literatur wie in Campes „Robinson der Jüngere“, zum Modell des Naturzustands z.B. bei Rousseau?) und schließlich auch nach den Implikationen und Zielsetzungen solcher Begründungserzählungen (gilt der entworfene ursprüngliche Zustand als Mangel, der der Entwicklung bedarf, z.B. durch Erziehung oder Kolonisation, oder gilt er als unverdorbener Glückszustand?). Die Teilnehmenden sind dazu eingeladen, ihre eigenen Interessen einzubringen und eigene Forschungsperspektiven im Seminarkontext zu entwickeln.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.