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Seminar: 10-GER-BA-A4-11 Europäische Heldenepik - Details

Seminar: 10-GER-BA-A4-11 Europäische Heldenepik - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 10-GER-BA-A4-11 Europäische Heldenepik
Untertitel
Veranstaltungsnummer 10-GER-BA-A4-11
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 37
erwartete Teilnehmendenanzahl 40
Heimat-Einrichtung Germanistik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Montag, 20.04.2026 18:00 - 20:00, Ort: GW2 B1410
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

GW2 B1410
Montag: 18:00 - 20:00, wöchentlich (12x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Gewalt statt Diplomatie - Dominanz und verletzte Eitelkeit - Kampf für den Nachruhm, auch wenn es den eigenen oder den Tod der Getreuen bedeutet - von diesen und weiteren zeitlosen Themen erzählt europäische Heldendichtung.
Heldendichtung fokussiert die herausragenden Taten eines oder mehrerer Helden (wie z.B. Achill, Roland oder Siegfried). Der Held als Idealtypus des adligen Kriegers zeichnet sich durch außerordentliche Stärke und Tapferkeit aus. Heroische Überlieferung behandelt als Geschichtsüberlieferung des Kriegeradels poetisch überformt Ereignisse aus der kriegerisch bewegten heroischen Frühzeit einer Gemeinschaft, dem sogenannten heroic age. Als weltliterarische Phänomene sind Heldensagen und Heldendichtung u.a. in der griechischen und römischen Antike, in der westeuropäischen mittelalterlichen Literatur, aber auch im slawischen Bereich bis hinein in die Neuzeit belegt. 
Im kommenden Semester wollen wir ausgehend von der Troja-Überlieferung in Homers "Ilias" vergleichend die altfranzösische ‘Chanson de Roland’ und das ‘Nibelungenlied’ untersuchen. Neben der Textanalyse werden wir die Texte unter Berücksichtigung unterschiedlicher literaturtheoretischer Zugriffe im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit betrachten, Grundfragen des Verhältnisses von Geschichtsüberlieferung und Literarisierung klären sowie Heldentypen, Geschlechterkonzeptionen und epische Erzählkonventionen analysieren. Auch musikalische und performative Aspekte werden wir streifen. Zum Abschluss des Semesters werden wir einen Blick über den Teich werfen und uns kritisch mit zeitgenössischen Varianten des Erzählens von Helden auseinandersetzen.

Teilnahmebedingungen und Leistungsnachweis:
Eine regelmäßige begleitende Lektüre und regelmäßige Anwesenheit durch die TeilnehmerInnen wird vorausgesetzt.
Je nach Teilnehmendenzahl wird die Studienleistung wird in Form einer aktiven Leistung (Referat, Präsentation. Diskussionsleitung, Protokoll) im Seminar erbracht.
Die Modulprüfung wird im Modul A4 in Form einer Hausarbeit erbracht; Abgabe: 30.09.2026.

Um zu Semesterbeginn zügig in die Lektüre einsteigen zu können, sollte mindestens die vollständige Lektüre der "Ilias" bis zur ersten Sitzung (wegen Ostern der 13.04.) erfolgt sein.

Textgrundlage (bitte anschaffen): 
Homer, Ilias. Hg. und übers. von Hans Rupé. Zürich 1994. (oder eine wohlfeilere Übersetzung der Ilias, z.B. von W. Schadewald bei Insel), ggf. digitale Version nutzen, um Kosten zu sparen (Achtung: Die Übersetzung von Johann Heinrich Voß ist unbrauchbar!)

Das altfranzösische Rolandslied. Übers. und kommentiert von Wolf Steinsieck. Stuttgart 1999 (RUB 2746) oder spätere Auflage.

Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Nach der Handschrift B herausgegeben von Ursula Schulze. Ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse. Stuttgart 2011.

Alle Textausgaben erhalten Sie nachhaltig und günstiger gebraucht, beispielsweise über das Zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher (ZVABv).

Zur Einführung:
Elisabeth Lienert: Artikel „Heldendichtung“. In: Literaturwissenschaftliches Lexikon. Grundbegriffe der Germanistik. Hg. von Horst Brunner / Rainer Moritz. Berlin 1997 (oder spätere Aufl.), S. 133–135.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.