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Seminar: 08-26-M11-4 Psychologie von Krieg und Frieden - Details

Seminar: 08-26-M11-4 Psychologie von Krieg und Frieden - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 08-26-M11-4 Psychologie von Krieg und Frieden
Untertitel
Veranstaltungsnummer 08-26-M11-4
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 57
erwartete Teilnehmendenanzahl 30
Heimat-Einrichtung Politik
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 28.05.2026 10:00 - 12:00, Ort: UNICOM 3.0220 Seminarraum 4
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein
ECTS-Punkte 3/6

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

In seinem 1959 erstmals erschienenen Buch Man, the State, and War hat Kenneth Waltz eine Unterscheidung von Analyseebenen eingeführt, die in den Internationalen Beziehungen Schule gemacht hat. Ursachen von Krieg und Frieden können, so Waltz, auf der Ebene der menschlichen Natur oder der Charakteristika von Entscheidungsträgern (first image), auf der Ebene der internen Organisation von Staaten (second image) oder auf der Ebene des internationalen Systems (third image) verortet werden und für jede dieser Möglichkeiten finden sich in der Theoriegeschichte viele Beispiele. In den Internationalen Beziehungen wird seit längerer Zeit der größte Teil der Aufmerksamkeit Theorien gewidmet, die Phänomene der internationalen Beziehungen auf Faktoren zurückführen, die entweder auf der „mittleren“ (unit-level) (z. B. Liberalismus) oder der „obersten“ (system-level) Ebene (z. B. Strukturrealismus) angesiedelt sind. In diesem Seminar wollen wir uns im Unterschied dazu mit Erklärungsansätzen befassen, die dem first image zugeordnet werden können und die anders als die Mainstream-Theorien der internationalen Beziehungen nicht von der Ökonomie (Realismus, Institutionalismus, Liberalismus) oder der Soziologie (Konstruktivismus), sondern von der Kognitions- und Sozialpsychologie und den Neurowissenschaften maßgeblich beeinflusst sind. In den Vordergrund treten damit Themen wie Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Emotion oder personale und kollektive Identität, deren Bedeutung – wie schon bei Waltz – vor allem im Zusammenhang mit Krieg und Frieden zur Sprache kommen soll.

Literatur zur Vorbereitung

Frank, Cornelia (2024): Politische Psychologie in den Internationalen Beziehungen. In: Sauer, Frank/von Hauff, Luba/Masala, Carlo (Hrsg.): Handbuch Internationale Beziehungen. 3. Aufl. Wiesbaden: Springer Fachmedien, 493-526. https://doi.org/10.1007/978-3-658-33953-1_11

Prüfungsleistungen und Credit Points (CP)

6 CP (TP 1, GS, Erasmus): Hausarbeit (15-20 S.) oder mündliche Prüfung (30 min.)

3 CP (TP 2, GS, Erasmus): Referat (15-20 Minuten) mit schriftlicher Ausarbeitung (5 S.) oder kurze Hausarbeit (8-10 S.)

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.