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Forschungspraktikum: 09-50-M6-6 Contemporary Cultural Studies: Analyse von Lyrics in Popmusik & Mural Art/ Grafitti in Bremen und umzu - Details

Forschungspraktikum: 09-50-M6-6 Contemporary Cultural Studies: Analyse von Lyrics in Popmusik & Mural Art/ Grafitti in Bremen und umzu - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Forschungspraktikum: 09-50-M6-6 Contemporary Cultural Studies: Analyse von Lyrics in Popmusik & Mural Art/ Grafitti in Bremen und umzu
Untertitel
Veranstaltungsnummer 09-50-M6-6
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 23
erwartete Teilnehmendenanzahl 40
Heimat-Einrichtung Kulturwissenschaft
Veranstaltungstyp Forschungspraktikum in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 28.05.2026 16:00 - 18:00, Ort: GW2 B1216
Art/Form Wissenschaft, Praxis und Medien
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

GW2 B1216
Donnerstag: 16:00 - 18:00, wöchentlich (13x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

In Kooperation mit Frauke Stegmann; UNAM Windhoek

Die Grundidee dieses Seminars ist, alltägliche Kulturproduktionen im öffentlichen Raum als zentrales Analysefeld für kulturspezifischen Zeitgeist & Gefühle, somit poetisch-politische Messages und ästhetische Visionen zu erkennen. Diese Einsicht geht zurück auf das Center for Cultural Studies (CCS) in Birmingham, wo Anthropologen, Soziologen und Künstler*innen das Alltägliche ins Zentrum ihres kulturwissenschaftlichen Interesses rückten: sie analysierten u.a. Produkt-Werbungen, Sticker & Flyer, TV-Produktionen, Groschenromane, Popmusik und Fankultur. Unter dem Slogan „Kultur von unten“ machten sie in unserem Fach in den 1970ern sehr bewusst, dass Kultur von allen Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen und Kontexten immer auch kreativ hergestellt oder angeeignet und verändert wird - und somit oft Botschaften transportiert werden, die sich offizieller Artikulation durch dominante Kanäle entziehen, also Umwege zur Sicht- und Hörbarkeit gesucht werden.
Zwei Bereiche wollen wir daher in diesem Sommer fokussieren:
A. erstens LYRICS, also Songtexte oder auch Phrasen und Wortfetzen, die aus unseren digitalen Geräten durch Musik strömen, oftmals nur beiläufig gehört und verstanden werden, aber manchmal auch leidenschaftlich mitgesungen, rezitiert oder gar auswendig gelernt werden. Studierende (besonderer DANK gilt Leah Schlussmeier!) haben mir in vergangenen Jahren die Augen & Ohren geöffnet, was alles für wichtige Weltsichten, Gefühle und politische Haltungen über Popmusic, Rap ect. transportiert wird …. Und wir uns als Kulturforschende nur dransetzen müssen, Ausdrucke oder Transkripte von diesen Texten zu machen, um sie dann analysieren zu können. Hier kann man mit klassisch inhaltsanalytischen oder rekonstruktiv- hermeneutischen Verfahren der Deutung einiges rausarbeiten – und genau das wollen wir im Seminar gemeinsam erproben. Sie brauchen also nur Ihre Lieblings-Lyrics incl. Music mit- und einzubringen!
B. Zweitens wollen wir uns MURAL ART & Graffitti zuwenden, also visuell-öffentlichen Kunstformen, die uns auf dem Campus der Bremer Universität alltäglich begleiten, oder auch in den diversen Stadtteilen zu uns „sprechen“. Aber was genau will mir ein buntes Wandbild an einer Häuserwand oder in einem Tunnel vermitteln, oder was der drüber gesprühte Grafitti? Welche Instrumente der kulturwissenschaftlichen Deutung und Analyse gibt es hier für diese diversen visuell-ästhetischen Ausdrucksformen, deren Produzenten oftmals anonym bleiben? Und wie wirken sie auf uns im Kontext, oder aber im Ensemble? Deswegen werden wir auch Ausflüge unternehmen, um Visuals zu entdecken, zu dokumentieren und spontan in Deutungsgespräche einzutauchen – je nach Wetter direkt draußen oder anschließend im Seminarraum. Im Grunde können Sie damit schon JETZT anfangen, Visuals in Ihrem Alltag mit ihren Handys zu dokumentieren, und wir machen dann Deutungswerkstätten dazu. Aber wir werden auch noch besonderes Input erhalten: von der Kollegin Frauke Stegmann, die an der UNAM in Windhoek, Namibia Visual Arts lehrt, und Ende Juni zwei Wochen mit uns zusammenarbeiten wird.


Zielgruppen:
Dieser Kurs bietet also zusätzliche Tools für die kulturwissenschaftliche Analyse von „spoken/performing words“ als auch Tools für die Analyse von Visuals im Spektrum von Murals, Graffittis und Tags.
Daher sind ALLE willkommen, die an diesen öffentlichen Kulturproduktionen und beiläufigen Sinnstiftungen interessiert sind. Auf jeden Fall sollten Studierende teilnehmen, die noch ein BA-M6 benötigen, um das BA-M5 aus früheren Semestern (VOR 2025/26) zu vervollständigen. Aber auch für das Modul 8/9 können hier 3 CP aktive Studienleistung plus 3 CP benotete Prüfungsleistung erworben werden; Gleiches gilt für Menschen, die den Kurs als General Studies belegen wollen.
Anforderungen:
Wie Sie sich denken können, wird die PL hier eher praktisch ausfallen: indem Sie entweder ausgewählte LYRICs analysieren, ggf. vergleichen und z.B. in einem Podcast neu zusammenschneiden und kommentieren; oder aber Sie tauchen in gesammelte & dokumentierte VISUALS ein, die Sie exemplarisch deuten & kontextualisieren oder in Form eines Visual storytelling neu zusammensetzen. Details zu den Anforderungen für SL und PL dann im Seminar, erste Sitzung am 9.4.2026

Kontakt: cweisskoeppel@uni-bremen.de,
bitte schreiben Sie mich an, wenn es wegen der geplanten Exkursionen schon im Vorfeld Fragen zu Zugänglichkeit ect. gibt; umso besser kann ich das bei meinen Planungen schon einbeziehen.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.