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Seminar: 09-52-4-BM21-1 Interkulturelle Musikpädagogik in Theorie und Praxis - Details

Seminar: 09-52-4-BM21-1 Interkulturelle Musikpädagogik in Theorie und Praxis - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 09-52-4-BM21-1 Interkulturelle Musikpädagogik in Theorie und Praxis
Untertitel Intercultural music education in theory and practice
Veranstaltungsnummer 09-52-4-BM21-1
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 8
Heimat-Einrichtung Musikwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 28.05.2026 10:00 - 12:00
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

Keine Raumangabe
Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Warum Interkulturelle Musikpädagogik? Der Begriff suggeriert eine Vermittlerposition von Musikpädagog:innen und Musikunterricht zwischen (lat. inter) verschiedenen Musikkulturen und -praktiken. Dabei ist zunächst die Frage nach dem musikalisch "Fremden" die zentrale Frage des Musikunterrichts schlechthin. Sie wird immer dann relevant, wenn Kinder und Jugendliche mit einer ihnen noch nicht bekannten Musik in Berührung kommen: Sei es ein Chicago-Blues, eine Musical-Arie, ein neuer Popsong, ein rhythmisches Warm-Up oder gar ein Stück von Beethoven.

Noch bis in die 1980er Jahre ist das musikalisch "Fremde" vor allem an einen klassischen Werkbegriff gekoppelt. Die Situation ändert sich, je näher es auf das neue Jahrtausend zusteuert. Pop- und Rockmusik erhalten Einzug in den Klassenraum und auch Rap etabliert sich schnell zu einer beliebten Musiziermöglichkeit. Unter den Stichworten Inter-, Trans- und Multikulturalität fordern Musikpädagog:innen wie Irmgard Merkt, Volker Schütz, Thomas Ott oder Wolfgang Martin Stroh die Einbeziehung von Musik der deutschen Migrant:innen sowie Musik aus der ganzen Welt. Unterrichtsmaterialien, Workshops, theoretische Konzeptionen und visionäre Ideen für einen Musikunterricht der Anerkennung entstehen. Bald wird auch der Kulturbegriff kritisch unter die Lupe genommen und auf eurozentristisch-postkoloniale Strukturen hin untersucht.

Knapp zwanzig Jahre später bleibt das Thema aktueller denn je: Heute findet der Musikunterricht in einer von Migration, Mehrsprachigkeit und globalisierten Musikkulturen geprägten Gesellschaft statt. Studien zeigen, dass musikalische Vorlieben junger Menschen weniger von „Herkunftskulturen“ abhängen als von globalen Popkulturen, digitalen Medien und lokalen Szenen. Darauf aufbauend diskutieren wir im Seminar, wie diese kulturelle Diversität im Musikunterricht berücksichtigt werden kann. Wie können musikalische Praktiken, Begegnungen und Diskurse dazu beitragen, Teilhabe, kritisches Bewusstsein und Perspektivwechsel zu fördern?

Das Seminar verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Zugängen zu einer offenen und zeitgemäßen Musikpädagogik.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.