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Seminar: 09-50-GS-2 Postkoloniale und dekoloniale Perspektive auf das Überseemuseum in Bremen - Details

Seminar: 09-50-GS-2 Postkoloniale und dekoloniale Perspektive auf das Überseemuseum in Bremen - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 09-50-GS-2 Postkoloniale und dekoloniale Perspektive auf das Überseemuseum in Bremen
Untertitel
Veranstaltungsnummer 09-50-GS-2
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 6
Heimat-Einrichtung Kulturwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Donnerstag, 28.05.2026 10:00 - 12:00, Ort: SFG 2080
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

SFG 2080
Donnerstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (13x)

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Die Entstehung des ethnographischen Museums geht auf das Ende des 18. Jhdt.s zurück und lässt sich vom Kolonialprojekt nicht trennen. Denn der größte Teil der Objekte im Besitz eines ethnographischen Museums wurde systematisch im Rahmen der europäischen Expansion spätestens im 19. Jhdt. gesammelt, die mit verschiedenen Formen der Gewalt einherging. Diese grundlegende Gewalt des ethnografischen Museums findet sich auch auf epistemologischer Ebene wieder. Denn mit dem Museum wurden die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Kolonialmacht unterstützt, indem mit Hilfe seines wissenschaftlichen Projekts über kolonisierte Gesellschaften Herrschaftswissen produziert, diese stellvertretend durch ihre materielle Kultur nach westlichen Kategorien neu definiert, klassifiziert und auf die untersten Plätze der evolutionistischen Skala verwiesen wurden. Dies schlug sich in den musealen Ausstellungen nieder, in denen ein „anderes – indigenes“ Bild konstruiert wurde, mit dem Ziel ein Idealbild der „westlichen Zivilisation“ zu schaffen. Vor diesem Hintergrund wollen wir uns dem ethnographischen Teil des Überseemuseums zu Bremen annähern, das in den 1890er Jahren gegründet wurde und unter dem Vorzeichen des Kolonialismus seine Ethnographica-Bestände u.a. aus deutschen Kolonien in Afrika beträchtlich hat vermehren können. Aufgrund dessen kann es heute noch nicht als neutraler Ort betrachtetet werden, da in ihm Kolonialismus sowie Kolonialität eingeschrieben sind. Ziel des Seminars ist es zu überprüfen, wie sich die Vermittlung und Repräsentation dieses Kolonialerbes in einem als post-kolonial bezeichneten politischen Kontext dort gestaltet. Die Klärung der sich aus dieser Zielsetzung ableitenden Fragen erfolgt nach einem kurzen historischen Abriss zur Entstehung und Entwicklung des Überseemuseums, und zwar u.a. mit Hilfe von dekolonisierungs-, postkolonialen, dekolonialen und kollaborativen Ansätzen. Dies beinhaltet neben der Lektüre einschlägiger theoretischer und sonstiger Texte auch Rundgänge durch diejenigen Abteilungen des Museums, die für unser Thema und unsere Fragestellungen relevant sind.

Lektüren sowie Näheres zu den Modalitäten des Seminars sowie den zu erbringen Leistungen werden zu Beginn des Seminars besprochen.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.