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Seminar: 09-352-MA2-02 Herstory: Feministische Kunsttheorie in Ost und West. Ein Lektüre- und Oral-History Seminar- Veranstaltung mit Junior-Professorin Lee Chichester - Details

Seminar: 09-352-MA2-02 Herstory: Feministische Kunsttheorie in Ost und West. Ein Lektüre- und Oral-History Seminar- Veranstaltung mit Junior-Professorin Lee Chichester - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Seminar: 09-352-MA2-02 Herstory: Feministische Kunsttheorie in Ost und West. Ein Lektüre- und Oral-History Seminar- Veranstaltung mit Junior-Professorin Lee Chichester
Untertitel
Veranstaltungsnummer 09-352-MA2-02
Semester SoSe 2026
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 19
erwartete Teilnehmendenanzahl 20
Heimat-Einrichtung Kunstwissenschaft
Veranstaltungstyp Seminar in der Kategorie Lehre
Nächster Termin Mittwoch, 27.05.2026 16:00 - 18:00, Ort: GW2 B3770
Art/Form
Englischsprachige Veranstaltung Nein

Räume und Zeiten

GW2 B3770
Mittwoch: 16:00 - 18:00, wöchentlich (14x)

Kommentar/Beschreibung

Während feministische Kunsttheorie zunächst vor allem in den bildenden Künsten der 1960er und 1970er Jahre in Erscheinung trat, als Künstlerinnen gleichberechtigte Repräsentation und eine Reflexion geschlechtsspezifischer Ausschlüsse und Rollenbilder forderten, dauerte es etwas länger, bevor sich ein akademischer Diskurs formierte. Hierfür waren im deutschsprachigen Raum vor allem die zwischen 1982 und 2002 stattfindenden Kunsthistorikerinnentagungen ein entscheidender Schritt hin zur Bildung eines politischen „Wir“. Dass hieran auch Kunsthistorikerinnen aus der DDR beteiligt waren, zeigen zahlreiche Namen in den Tagungsprogrammen und Konferenzbänden, ebenso wie die weitgehend in Vergessenheit geratene Kunstwissenschaftlerinnentagung 1989 in Lehnin bei Berlin. Angesichts lückenhafter Archive sind wir heute v. a. auf Zeitzeuginnenberichte angewiesen, um von gegenseitigen Inspirationen zu erfahren, ebenso wie von den heftigen Auseinandersetzungen darum, was eine feministische Kunstgeschichte sein kann und soll.
Durch die anfangs in Zweijahresabständen stattfindenden Konferenzen schafften sich Kunsthistorikerinnen über die deutsch-deutsche Grenze hinweg einen eigenen Diskursraum und eine Sichtbarkeit, die ihnen in Academia wie auch an Museen zu dieser Zeit kaum gegeben war. Diskutiert wurden neben Leerstellen in der Kunstgeschichtsschreibung und der Konstruktion von Geschlecht in der visuellen Kultur auch die eigene berufliche Situation. Es kann als eine Folge dieses Austauschs und der damit einhergehenden (internationalen) Vernetzung angesehen werden, dass sich sowohl Kunsthistorikerinnen als auch die Geschlechterforschung nach und nach im Fach etablieren konnten.
In Vorbereitung der Tagung „Die Internationale? Netzwerke feministischer Kunstgeschichte(n) seit den 1960ern“, die vom 18. bis 20. Juni 2026 an der Universität Köln stattfindet, setzen wir uns im Seminar mit der deutschsprachigen feministischen Kunsttheorie der 1980er bis 1990er Jahre auseinander. Wir untersuchen, welche internationalen Impulse aufgegriffen wurden, und wie Kunsthistorikerinnen über den „Eisernen Vorhang“ hinweg den Austausch suchten, jedoch auch über unterschiedliche Positionen im Hinblick auf die „Frauenfrage“ stritten. Neben der Lektüre wichtiger Tagungsbeiträge und der recherchebasierten Rekonstruktion von Tagungsprogrammen und Netzwerken werden wir über Gespräche mit Zeitzeuginnen versuchen, die Institutionalisierung der Geschlechterforschung in der deutschsprachigen Kunstgeschichte nachzuzeichnen.

Anmeldemodus

Die Auswahl der Teilnehmenden wird nach der Eintragung manuell vorgenommen.

Nutzer/-innen, die sich für diese Veranstaltung eintragen möchten, erhalten nähere Hinweise und können sich dann noch gegen eine Teilnahme entscheiden.